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CarbonBW EnBW in Kolumbien

Emissionsrechtehandel und Prozessvisualisierung in einem Atemzug zu nennen, erscheint auf den ersten Blick etwas befremdlich. Dass zwischen beiden durchaus ein Zusammenhang bestehen kann, zeigt eine Anwendung in Kolumbien: Hier werden aus Klima- und Umweltschutzgründen Deponiegase abgefackelt, um dem Treibhauseffekt entgegenzuwirken. Die Fackeln werden übers Internet ferngesteuert, überwacht und die Verbrennungsdaten protokolliert. Ein webbasiertes SCADA-System (Supervisory Control and Data Acquisition) bietet hierfür ideale Voraussetzungen. Der Europäische Emissionsrechtehandel ist sicherlich ein komplexes und manchmal auch kontrovers diskutiertes Thema; die wichtigsten Grundlagen sind jedoch einfach zu verstehen: Für alle großen CO2-emittierenden Anlagen innerhalb der EU muss der Betreiber am Anfang des Folgejahres für jede Tonne CO2-Emission eine Emissionsberechtigung nachweisen. Neben Europäischen Emissionsberechtigungen (EUA = European Union Allowance) können bis zu einer definierten Obergrenze auch Einheiten aus Emisionsreduktionsprojekten (CDM = Clean Development Mechanism) in Entwicklungs- und Schwellenländern eingesetzt werden. Die offizielle Bezeichnung für diese zertifizierten Emissionsgutschriften nach Artikel 12 des Kyoto-Protokolls lautet CER (Certified Emission Reduction). Sie werden international gehandelt, was den Entwicklungsländern bei der Finanzierung und dem Know-How-Transfer von Emissionsreduktionsprojekten wie z.B. Erneuerbare Energien hilft, gleichzeitig aber auch dem globalen Klimaschutz zugutekommt. Schließlich ist der Treibhauseffekt keine nationale Angelegenheit. 

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